Wenn Haus- bzw. Wohnungseigentümer ihr Objekt an Dritte vermieten, zahlt der Mieter dem Vermieter eine zuvor festgelegte Summe. Bis zur Mietrechtsreform im Jahre 1991 sprach man landläufig von Mietzins. Da der Begriff Mietzins nach dieser Reform aus dem Gesetz verbannt wurde und somit nicht mehr verwandt werden darf, ist in den Mietverträgen stattdessen nur noch von Miete zu lesen, die ein Mieter an seinen Vermieter für das ihm überlassene Objekt zahlen muss.

Miete bzw. Mietzins muss nicht in Geld aufgewogen werden

Dabei ist es gar nicht einmal zwingend erforderlich, dass die Miete als Geldleistung zu zahlen ist. Wenn beispielsweise ein Mieter mit handwerklichem Geschick gesucht wird, der nebenbei das Gebäude ein wenig in Ordnung halten soll, kann die Miete entsprechend geringer ausfallen und dafür diese Tätigkeit mit als Miete in Ansatz gebracht werden. Allerdings sind solche Mietzahlungen nicht selten mit Problemen behaftet, da sie nur schwer als Geldbetrag zu definieren sind. Kommt es zu Streitigkeiten zwischen Mieter und Vermieter, weil dieser beispielsweise die Miete erhöhen will, wird es für ihn schwer diese durchzusetzen. Auch eine Mietminderung seitens des Mieters kann in nicht wenigen Fällen schwierig zu titulieren sein.

Daher kann die Empfehlung aus praktischen Gründen nur lauten: Den zu zahlenden Mietbetrag grundsätzlich in Bargeld zu beziffern, was nicht heißt, dass anderweitige Dienstleitungen des Mieters auch zusätzlich vereinbart werden können.