Definition des Nominalzinssatzes – Allgemein geben die Zentralbanken, im Falle Deutschlands die Europäische Zentralbank (EZB) einen Zins vor, der als Leitzins bezeichnet wird. Dieser erzwingt auf dem Markt die Bildung eines Marktzinses, welcher durch die Banken vergeben wird. Hier besteht der sogenannte Nominalzins aus dem Zins, den ein Anleger bei der Einsicht seiner Anlage sehen kann.

Dieser Nominalzins gibt allerdings nicht zwingend die Realität war. Beispielsweise ist der Zins in Russland viel höher als hierzulande, was allerdings nicht heißen muss, dass es sich lohnt, dort Geld anzulegen. Denn möglicherweise liegt dort auch eine höhere Inflation zugrunde.

Nominalzinssatz nach Fisher-Theorem

Laut dem Fisher-Theorem bestimmt sich der Nominalzinssatz, indem der Realzins mit der Inflationsrate multipliziert wird. Stellt man die Gleichung um, so ergibt sich der Realzins aus dem Nominalzins dividiert durch die Inflationsrate. Somit wird dargestellt, dass der Anleger dann am besten gestellt ist, wenn der Nominalzins hoch und die Inflationsrate tief ist, denn in diesem Falle ist auch der Realzins maximal.

Entwicklung des Nominalzinssatzes

Durch das Ausbrechen der Euro-Krise bedingt senkte die EZB den Leitzins auf 0,25 Prozent, was den Nominalzinssatz äquivalent beeinflusste. Da die Inflationsrate momentan größer als ein Prozent ist, ergibt sich somit ein negativer Realzins, was ein Novum in der Geschichte darstellt. Dies ist für jeden Anleger sehr belastend, da er nur noch durch Eingehen eines gewissen Risikos zu einer positiven Rendite gelangen kann.