Zinsrechnung wird immer dann benötigt, wenn es um geliehene Geldbeträge wie Kredite und Darlehen geht oder um Spareinlagen, Renten, Policen etc. Die Zinsrechnung spielt vor allem im Bankenwesen eine wichtige Rolle, aber auch bei Versicherungen, Rentenkassen und in der Kreditwirtschaft. Die dabei anfallenden Zinsen werden stets nach einer bestimmten Formel berechnet. Dabei wird differenziert in einfache Zinsrechnung und Zinseszinsrechnung.

Zinsrechung inklusive Zeitfaktor

 

Will man Zinsen berechnen, muss man die richtige Formel verwenden. Beim einfachen Zinssatz errechnen sich die anfallenden Zinsen (Z) aus Kapital (K) mal Zinssatz (p%) durch 100. Allerdings ist dabei der Zeitfaktor noch nicht berücksichtigt. So gibt es beispielsweise Tageskontozinsen, Monatszinsen, Jahreszinsen und so weiter. Zinsen berechnen kann auch bedeuten, die Zinsen für die Zinsen zu berücksichtigen. Bei einer Verzinsung über mehrere Jahre ergibt sich die folgende Formel: verzinstes Kapital (K verzinst) gleich Anfangskapital (K anfang) multipliziert mit, Klammer auf, 1 plus Zinssatz (p) durch 100, Klammer zu, hoch n (Laufzeit in Jahren).

Neben der Zinsrechnung, die von einem Anfangskapital ausgeht, gibt es noch die Sonderfälle der Rentenrechnung und der Tilgungsrechnung, bei denen regelmäßige Ein- und Auszahlungen berücksichtigt werden müssen. Zinsen berechnen mit Hilfe der Formeln auf einem Blatt Papier findet heutzutage nur noch in der Schule statt. In den Büros der Banken und Versicherungen wird die Berechnungen von programmierbaren Taschenrechner oder einer geeigneten Software übernommen, sodass die Formeln gar nicht mehr direkt zur Anwendung kommen.