Der Zinstag hat aus Verbrauchersicht bei Sparguthaben und Krediten eine jeweils unterschiedliche Bedeutung. Hinsichtlich der Verzinsung von Guthaben sind Zinstage die Tage, an welchen die Zinszahlung erfolgt. Das ist überwiegend der 31.12. eines Jahres, kann aber auch auf jeden letzten Tag eines Quartals oder jeden letzten Tag eines Monates festgelegt werden. Bei Sparguthaben mit jährlich mehreren Zinstagen ergibt sich dank des Zinseszinseffektes ein zusätzlicher Gewinn für den Anleger.

Zinstage als Basis der Kreditzinsberechnung

Bei Krediten bildet die Vereinbarung über die Zinstage die Grundlage für die Zinsberechnung. Sowohl für das Basisjahr als auch für den konkreten Zeitraum der Kreditnutzung ist die Bewertung des Jahres mit der tatsächlichen Anzahl der Tage oder pauschal mit 365 beziehungsweise 360 Tagen möglich. Auch für den einzelnen Kalendermonat weicht die Anzahl der maßgeblichen Zinstage je nach Berechnungsmethode ab, diese kann sich auf den tatsächlichen Umfang eines konkreten Monats oder pauschal auf 30 Kalendertage beziehen.

Üblich ist zudem, bei der Zinsberechnung wahlweise den ersten oder den letzten Tag der Kreditlaufzeit nicht zu den Zinstagen zu rechnen. Die unterschiedlichen Berechnungsmethoden führen zu geringen Kostenunterschieden bei Krediten.